Freitag, 7. April 2017

Nachts ist es leise in Teheran von Shida Bazyar

1979. 1989. 1999. 2009

Vier Kapitel schildern aus unterschiedlichen Erzählperspektiven von der islamischen Revolution im Iran.
 
Behsad und dessen Frau Nahid engagieren sich im militant-kommunistischen Widerstand gegen den iranischen Schah. Die Revolution 1979 scheiterte jedoch, der Sieg gehörte Ajatollah Chomeini und seinem islamfanatischen Regime. Fortan überwachten Spitzel die Rechtgläubigkeit und verfolgten unerbittlich den marxistischen Widerstand. Fehlverhalten, wie ein verrutschtes Kopftuch oder ein nicht vorhandener Bart, konnten zum Stigma werden.
 
Anschaulich erzählt Bazyar wie gefährlich der Kampf für Frieden und Freiheit in einem terroristischem Regime ist, wie sich die neu gewonnene Freiheit in einem fremden Land als erneuerte Gefangenschaft herausstellen kann und wie Kinder zwischen zwei Kulturen geraten und sich darin verlieren.

Hannah

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