Donnerstag, 6. April 2017

Joyland von Stephen King

Tatsächlich schafft es Stephen King immer wieder, mich in seinen Bann zu ziehen, auch dieses Mal. Zwar empfinde ich Joyland nicht als sein stärkstes Buch, aber lesenswert ist es auf jedenfall.

Der junge Devin Jones jobbt in den Sommerferien im besagten Freizeitpark "Joyland" mit einigen anderen jungen Leuten in seinem Alter. Zum einen weil er die Erfahrung und das Geld sammeln möchte, zum anderen aber sicherlich auch aus einer, passend zu seinem Alter, heftigen Rast-und Ratlosigkeit heraus: "wohin solls eigentlich gehen?" und "liebt mich meine vermeindliche "Freundin" eigentlich wirklich?" sind Fragen, denen er sich stellen muss. Die Unsicherheit in seiner Beziehung wird schnell zu heftigem Liebeskummer, der Freizeitpark zum rettenden Anker. Er lernt sich selbst und auch seine Vorstellungen vom Leben, von der Liebe und vom Geliebt werden neu kennen und erlangt dadurch nicht nur  nebenbei eine große Portion an Reife und Selbsterkenntnis dazu. Devin wird sozusagen "erwachsen" in diesem Freizeitpark. Doch dieser bietet ihm nicht nur eine Möglichkeit sich selbst kennen zu lernen, er birgt zudem eine Schauergeschichte, dessen Geheimnis gelüftet werden will.

Für mich war diese Schauergeschichte eher Nebensache, der Reifeprozess und der Sommer des Erwachsenwerdens für Devin dafür ein Hauptstrang. Dies kann bei einigen Horror-Fans vermutlich für Langweile sorgen, schließlich erwartet man doch ungemeinen Grusel und Horrorelemente in Kings Werken! Lässt man sich doch auf diese andere Art von sehr leichtem Thrill ein, erhält man Zugang zu einer wunderbar melancholischen Coming of Age - Erzählung eines amerikanischen Sommers in den 70er Jahren ...

Maren

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