Mitternachtsweg war
das erste Buch von Benjamin Lebert, dass bei mir im Regal stand. Leider ist es
noch ungelesen und momentan in einer von unzähligen Bücherumzugskisten
verschollen. Crazy hat Maren für
mich entdeckt, und da es ein sehr schmaler Roman ist, habe ich ihn innerhalb
kürzester Zeit gelesen. Leider!
Leider deswegen,
weil ich Crazy wirklich gemocht habe, die knapp 200 Seiten sind viel zu schnell
vergangen.
Lebert als einen
"Jung-Sailinger" zu bezeichnen, wie es teilweise in der Presse hieß,
ist meiner Meinung nach dennoch etwas zu euphorisch ausgedrückt. Ein gelungener
und vor allem ein authentischer Roman, ist Crazy aber allemal.
"Hallo Leute. Ich heiße Benjamin Lebert, bin sechzehn Jahre alt, und ich bin ein Krüppel.
Nur damit ihr es wisst. Ich dachte, es wäre von beiderseitigem Interesse."
Mit
diesen Worten stellt sich Benjamin Lebert an seinem erstem Schultag, im Internat
Neuseelen, seinen neuen Mitschülern vor. Es ist sein fünfter Schulwechsel.
Diesmal soll es endlich klappen, mit dem Bestehen der 8. Klasse. Schnell findet
er Freunde mit denen er allerhand "crazy" Dinge erlebt. Die Freunde
beschäftigt vor allem die eine große Frage - worum es in dieser Veranstaltung
namens Leben eigentlich geht.
Der autobiographische Roman, erzählt aus der Sicht des gehandicapten sechzehnjährigen Benjamin Leberts, beinhaltet eine erstaunliche Wärme, eine große Portion Selbstironie und berichtet von den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Ein ideales Buch, für vergnügliche Stunden zwischendurch.
Hannah

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen