Mittwoch, 5. April 2017

Crazy von Benjamin Lebert


Mitternachtsweg war das erste Buch von Benjamin Lebert, dass bei mir im Regal stand. Leider ist es noch ungelesen und momentan in einer von unzähligen Bücherumzugskisten verschollen. Crazy hat Maren für mich entdeckt, und da es ein sehr schmaler Roman ist, habe ich ihn innerhalb kürzester Zeit gelesen. Leider!
 
Leider deswegen, weil ich Crazy wirklich gemocht habe, die knapp 200 Seiten sind viel zu schnell vergangen.
Lebert als einen "Jung-Sailinger" zu bezeichnen, wie es teilweise in der Presse hieß, ist meiner Meinung nach dennoch etwas zu euphorisch ausgedrückt. Ein gelungener und vor allem ein authentischer Roman, ist Crazy aber allemal.
"Hallo Leute. Ich heiße Benjamin Lebert, bin sechzehn Jahre alt, und ich bin ein Krüppel.
Nur damit ihr es wisst. Ich dachte, es wäre von beiderseitigem Interesse."
Mit diesen Worten stellt sich Benjamin Lebert an seinem erstem Schultag, im Internat Neuseelen, seinen neuen Mitschülern vor. Es ist sein fünfter Schulwechsel. Diesmal soll es endlich klappen, mit dem Bestehen der 8. Klasse. Schnell findet er Freunde mit denen er allerhand "crazy" Dinge erlebt. Die Freunde beschäftigt vor allem die eine große Frage - worum es in dieser Veranstaltung namens Leben eigentlich geht.

Der autobiographische Roman, erzählt aus der Sicht des gehandicapten sechzehnjährigen Benjamin Leberts, beinhaltet eine erstaunliche Wärme, eine große Portion Selbstironie und berichtet von den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Ein ideales Buch, für vergnügliche Stunden zwischendurch.

Hannah

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