Donnerstag, 13. April 2017

High Fidelity von Nick Hornby / Hörbuch

Rob Fleming, 35, Plattenladenbesitzer. Abserviert worden von seiner langjährigen Freundin Laura. Von Trennungsschmerz und Einsamkeit geschwächt, kommt Rob auf die Idee sich mit seinen früheren Verflossenen zu treffen, um zu ergründen, warum er die Rolle des Sitzengelassenen nicht los wird.

Er liebt es Listen zu erstellen. Zu allen möglichen Themen, wie die "Top five meiner unvergesslichsten Trennungen" oder die "Top five der besten Alben aller Zeiten" .

Rob beurteilt Menschen danach, was sie für Musik hören, nicht danach welchen Charakter diese haben. Durch sein Schubladendenken macht er sich selbst das Leben schwer und hindert Menschen daran, die seines Erachtens nach die falsche Musik hören, in seinem Leben eine größere Rolle zu spielen, auch wenn er diese eigentlich zauberhaft findet und andersherum. Er kann sich nicht festlegen. Will sich immerzu alle Möglichkeiten offen halten. Es könnte ja noch etwas Besseres, Schöneres, Tolleres um die Ecke kommen. Anstrengen will er sich dafür aber nicht, er fühlt sich wohl in seiner Mittelmäßigkeit.

Rob gesteht sich nicht ein, dass Laura seine große Liebe ist. Dass er ohne sie nicht Leben will. Nicht leben kann. Ob sie am Ende wieder zusammen kommen? Wer weiß…

Wer für einen Roman in Alltagssprache etwas übrig hat, dessen Ton immer etwas sarkastisch ist, wird High Fidelity sicher mögen. Außer dem Protzen der eigenen Durchschnittlichkeit und einer Art von Liebesgeschichte passiert in Hornbys Roman allerdings nicht viel. Manchmal reicht das auch schon!

Zusatz zum Hörbuch: Gerd Köster liest (und manchmal singt er auch) wirklich großartig!

Hannah

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen