Donnerstag, 2. März 2017

Zwei für immer von Andy Jones

Normalerweise läuft es ja immer so: Mann und Frau lernen sich kennen, man trifft sich, man trifft sich öfter, man entscheidet, dass es die Sache Wert ist, man kommt zusammen und wenn alles gut läuft und sich gut anfühlt und man so richtig gut die Macken des jeweils anderen kennt und sogar damit noch klarkommt, bleibt man zusammen und gründet im besten Fall noch eine Familie.
Bei Ivy und Fisher läuft das nicht ganz so ab.

Zwar erleben die zwei auch diese blumige, wilde und unvergleichliche Anfangszeit einer neuen Beziehung, die romantisch und stürmisch und einfach unglaublich ist. Aber dann wird quasi vorgespult. Ohne die vielsagende Anfangszeit überbrückt zu haben und ohne sich auf allen Ebenen richtig kennen gelernt zu haben und ohne überhaupt entschieden zu haben, ob das etwas Ernsthaftes und Längerfristiges werden kann, wird Ivy schwanger. Ganz klar, jetzt wird es ernst. Kann eine so frische Beziehung solch einem Ernst überhaupt standhalten auch wenn die drei magischen Worte irgendwie noch nie ernsthaft ausgesprochen wurden? Die beiden probieren es auf jeden Fall, und eines kann gesagt werden, leicht wird es nicht werden. Aber lesenswert!

Aus der Sicht eines Mannes erzählt und zusätzlich von einem männlichen Autor geschrieben, ist dieser „Beziehungsroman“ mal ganz anders als man erwarten würde. Mir hat diese männliche Sichtweise auf jeden Fall gefallen und auch die Beziehung, in die man hier reinschauen darf, ist mal ein wenig anders, echter und lebensnaher erzählt, als sonst. Zwar hat der Roman auch seine Längen, und ab und zu weiß man dann doch nicht, wo er einen eigentlich hintragen will, aber letzten Endes hinterlässt er einen mit einem guten Gefühl.

Mal ein etwas anderer Liebesroman, der das Genre zwar nicht völlig auf den Kopf stellt, aber trotzdem erfrischend und lebensnah daher kommt.


Maren

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