
Heute möchte ich einen eher unbekannten Roman vorstellen, der es auf meine Liste der Lieblingsbücher geschafft hat.
Die Entstehung des Buches ist selbst schon eine spannende Geschichte und es wert hier kurz beschrieben zu werden:
Dorothea S. Baltenstein ist ein Sammelpseudonym einer Gruppe von vier Berliner Schülerinnen und deren früherer Lehrer. Im Rahmen eines dreijährigen Projektes wurde der Roman gemeinschaftlich geschrieben. Anschließend sollte ein Verlag gesucht werden, der auch gefunden wurde.
Die Veröffentlichung war jedoch an mehrere Bedingungen geknüpft. Das Buch durfte nur unter einem Pseudonym, ohne Andeutung auf das Schülerprojekt, veröffentlicht werden. Zusätzlich wurde die fiktive Person Dorothea S. Baltenstein erfunden, die um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert gelebt haben soll und selbst ein tragisches Ende mit 30 Jahren erfahren hat. Ihr einziges Manuskript sei nie veröffentlicht worden und der Herausgeber Michael Schmid habe es im 21. Jahrhundert zufällig auf einem Dachboden gefunden und veröffentlicht.
Soviel zur fiktiven Autorin. Der Stern kam nach einem halben Jahr der Veröffentlichung hinter das Geheimnis der Dorothea S. Baltenstein und enthüllte das Schülerprojekt.
Wer mehr darüber erfahren will, klickt hier.
Nun zum Inhalt des Buches. Obwohl der Roman ein
zeitgenössischer ist, liest er sich wie ein klassischer Schauerroman des
19. Jahrhunderts. Die Kulisse ist ein düsteres Schloss in den
schottischen Highlands. Der Schlossherr lädt Freunde
zu einem literarischen Wettstreit in das Gemäuer ein. Bereits in der
ersten Nacht stürzt die Zugbrücke ein, was ein Todesopfer fordert. Der
Weg nach draußen ist abgeschnitten… Die Literaten müssen erkennen, dass
ein Mörder
unter ihnen weilt, der einen nach dem anderen von ihnen tötet.
Anscheinend ist der Mörder ein Märchenliebhaber, er gibt Rätsel auf, die
mit den Gebrüdern Grimm zusammen hängen.
Auf
der Suche nach dem literarischen Muster der Ungeheuerlichkeiten
wird der Kreis der Verdächtigen schließlich immer kleiner…
Ein spannender Schauer-Kriminalroman, mysteriös, märchenhaft, gruselig, absolut empfehlenswert.
Hannah
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