Schon lange hat mich die Geschichte
der jungen Frau (im gesamten Roman bleibt die Hauptprotagonistin
namenlos) interessiert, die durch die Nachricht vom Tod ihrer Mutter
einen spontanen Alleingang ins verrückte und
brütend heiße Kalifornien unternimmt. Jetzt
endlich habe ich es mal gelesen und ich kann sagen, ich bin nicht
enttäuscht, aber eventuell habe ich mir mehr erhofft. Vielleicht weil
mein Interesse
und meine Erwartungen durch das lange Rausschieben des Lesen irgendwie
immer höher wurden.Trotzdem habe ich die verrückte, draufgängerische Hauptprotagonistin irgendwie lieb gewonnen. Man leidet mit ihr und fragt sich, was sie empfinden muss, während sie sich auf die Spuren ihrer jung verstorbenen Mutter begibt, die sich kurz nach ihrer Geburt einfach aus dem Staub gemacht hatte um ein ganz anderes Leben zu führen, scheinbar ohne einen weiteren Gedanken an ihr Kind zu verschwenden. Die Stationen, die sie dabei besucht, sind vor allem schräg, runtergekommen und bestimmt nicht ungefährlich und die Menschen, die sie trifft, unterscheiden sich kaum davon. Ein Los Angeles, da sich mal von einer ganz anderen Seite zeigt, wie es sich sonst gern präsentiert und dadurch auch viel authentischer wirkt.
Die Story ist auf jeden Fall interessant und liest sich gut, doch an manchen Stellen gab es ein paar Längen, die beim Lesen ein wenig das Interesse am Buch gemildert haben. Trotzdem habe ich die Geschichte gerne gelesen.
Maren
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