Donnerstag, 2. März 2017

Der seltsame Fall des Benjamin Button von F. Scott Fitzgerald

Die Verfilmung mit Brad Pitt habe ich bereits vor einigen Jahren gesehen. Bis auf die Grundidee hat der Film jedoch wenig mit dem Buch gemeinsam.

Benjamin Button, den sein Vater viel lieber Methusalem nennen möchte, wird als Greis geboren. Keiner weiß wieso, und darum geht es in der Erzählung auch nicht.
Die Eltern des ausgewachsenen Greises behandeln ihn jedoch beharrlich wie ein Baby. Das funktioniert natürlich nicht wirklich gut. Alte Menschen mögen keine Babynahrung und wollen auch nicht mit Kinderspielzeug spielen, sie fühlen sich im Kindergarten deplatziert und wollen keine Kinderkleidung anhaben. Benjamin muss jedoch durch diese ganzen Prozesse durch. Er bekommt die weißen Haare gefärbt und wird "altersgemäß" behandelt. Dadurch wird er natürlich zum Außenseiter. Sein Anderssein kann er anfangs nicht wirklich erklären. Er weiß nur, dass er sich mit seinem Großvater besser versteht als mit seinen Eltern und er lieber eine Zigarre raucht als Babyfläschchen zu trinken.
 
Dieses Anderssein zieht sich sein ganzes Leben hindurch. Er wird beispielsweise in Yale abgelehnt, weil er zu alt aussieht. Einen Zweitversuch startet er in Harvard mit 50 (da sieht er dann endlich jung genug aus, nämlich wie 20). Das zweite Mal klappt leider auch nicht so wie geplant, er hat nicht einberechnet, dass er jedes Jahr jünger wird. Irgendwann ist er dann ironischerweise zu jung für das Studium an einer Eliteuniversität. Sein ganzes Leben war er immer für alles zu alt, nun lernt er die Kehrseite der Medaille kennen.
 
Es eine tragisch-traurige Erzählung, die vom Scheitern des Alters und der Jugend handelt, aber auch Mut gibt. Aufgeben - das tut Benjamin Button nämlich nie.
 
Diese Novelle von F. Scott Fitzgerald mit dem hübschen Cover, sorgt für ein kurzes aber intensives Lesevergnügen!
 
Hannah

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