Donnerstag, 2. März 2017

Der Ozean am Ende der Straße von Neil Gaiman

Auf dem bezaubernden Umschlag des Romans prangt
deutlich ein Zitat von Daniel Kehlmann: "Ein poetisches Juwel, wie man es nicht oft zu lesen bekommt."

Da wird man doch gleich doppelt so wild, das Buch zu lesen. Leider war Der Ozean am Ende der Straße für mich überhaupt kein Juwel, nicht mal ein wertvoller Stein, vielleicht ein Kiesel am Wegesrand?
Nur der Kürze des Buches ist es zu verschulden, dass ich diesen Roman beendet habe.
Vielleicht haben wir es hier mit einer schlechten Übersetzung zu tun, aber mir hat die Schreib- und Erzählweise einfach nicht gefallen. Der Satzbau ist oft sehr umständlich, die Beschreibung von Nichtigkeiten ausschweifend und deswegen schlicht und einfach langweilig.

Dabei ist die Botschaft, die dieser Roman wahrscheinlich vermitteln will, eigentlich interessant! Es geht um Ängste in der Kindheit, tiefe Freundschaft und Zusammenhalt.
Ein älterer Mann fährt wegen einer Beerdigung an seinen Heimatort und gelangt durch Zufall an einen, für ihn sehr prägenden Ort, seiner Kindheit. Auf einmal erinnert er sich an seine alte Freundin Lettie, und an den Teich, an dem beide oft waren. Ab da wird hauptsächlich aus der Perspektive des 9-Jährigen Jungen erzählt.
Lettie, ihre Mutter und ihre Großmutter sind gute "Geister" (leider fällt mir kein passenderer Begriff ein) und können alle drei zaubern.
Plötzlich wird das wohlbehütete Zuhause des Jungen von einer bösen "Fee" bedroht. Mit der Hilfe von Lettie versucht er sich aus den feindlichen Machenschaften zu entreißen.

Wo der Text enttäuscht, können schön illustrierte Bilder einen Teil der Geschichte retten.
 
Märchenhafte Kinder- und Kindesgeschichte und eine schöne Botschaft: mit guten Freunden kommt man gegen jedes Böse an, leider enttäuschend und teilweise langweilig umgesetzt. 

Hannah

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