Donnerstag, 2. März 2017

Gefährliche Geliebte von Haruki Murakami


Mein erster Murakami! Und ich muss gestehen, Gefährliche Geliebte war dafür genau die richtige Wahl. Es ist ein sehr überschaubares Büchlein, dass man zügig durchgelesen hat, vor allem weil der Inhalt so spannend ist. Ich dachte, dass es sich bei diesem Buch "nur" um eine Liebesgeschichte in Japan handelt. Japan alleine finde ich ja schon spannend, weil ich bisher noch nicht allzu oft in den Genuss gekommen bin, einen Roman zu lesen, der in Japan spielte. Eine einfache Liebesgeschichte ist Gefährliche Geliebte aber gewiss nicht!
 
Nun kurz zum Inhalt: Der Protagonist Hajime, wächst als Einzelkind (was zu dieser Zeit und auf dem Lande sehr unüblich war) als eine Art Außenseiter auf. Er freundet sich dennoch in der Grundschule mit einem gehbeeinträchtigten Mädchen, Shimamoto, an. Zusammen hören sie Musik und Hajime hat zum ersten Mal das Gefühl, dass ein anderes Wesen ihn verstehen kann, er öffnet sich.
Ihre Wege trennen sich aus unterschiedlichen Gründen. Hajime wächst zu einem Mann heran, hat unbedeutende Freundinnen und zieht letztendlich nach Tokio. Er heiratet, bekommt zwei Töchter und betreibt zwei gut laufende Jazzclubs. Während der vielen Jahre denkt er immer noch wehmütig an Shimamoto. Er versucht sich einzureden glücklich zu sein, bis er Shimamoto tatsächlich wieder sieht. Sie ist eine schöne, mysteriöse Frau geworden, die viele Geheimnisse hat. Für Shimamoto ist Hajime bereit sein gut bürgerliches Leben über den Haufen zu werfen und nochmal neu anzufangen. Doch gelingt das auch?
 
In diesem Roman geht es um Begierde, Depression, intensive Gefühle, ungenutzte Chancen und vor allem um Obsession und Selbstzweifel.
 
Leicht melancholisch mit einer gewissen Tragik und einer Prise Spannung, das alles bietet Gefährliche Geliebte. Ein leises und dennoch aufwühlendes Buch!

Hannah

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