Donnerstag, 2. März 2017

Die amerikanische Nacht von Marisha Pessl

Puuuh, es fällt mir schwer über diesen Knaller eine Rezension zu verfassen!
Eins steht fest - ich habe diese Buch verschlungen, genauso wie das Buch mich verschlungen hat.
Das Leseerlebnis war wie ein großer Strudel, der mich mit einer unglaublichen Macht in sich hineinzog, und bis zur letzten Seite nicht mehr hervorspuckte.

 
Es geht um einen amerikanischen, fiktiven Horrorfilmeregisseur (Stanislas Cordova), dessen Tochter Selbstmord begangen hat. Doch war es wirklich Selbstmord? Oder steckte Cordova selbst, mit seinen okkulten Praktiken, dahinter?
 
Ein Journalist recherchiert den Fall und stößt auf Jahrzehnte lang gehütete Geheimnisse, die vielleicht besser unentdeckt bleiben sollten. Er und seine zwei Helfer werden immer tiefer in diese düsteren Machenschaften verwickelt und können irgendwann nicht mehr unterscheiden zwischen Wirklichkeit und Fiktion - zwischen Wahrheit und Magie.
Im Internet kursieren Videoklips die Teile des Buches beschreiben. Das macht den fiktiven Roman noch realer und spannender. Pessl streut dunkle Gedanken ein, durch die man sich als Leser real bedroht fühlt und daran zweifelt ob diese Geschichte wirklich bloß erfunden ist.

 
Das Meisterwerk ist immer wieder gespickt mit Bildern, fiktiven Webseiten, Zeitungsausschnitten und Auszügen aus Akten, der Leser wird somit selbst zum Ermittler. Die Geschichte ist soviel mehr als bloß eine Geschichte - sie wird zu einem Drehbuch, einem Horrorfilm Cordova´s!
 
Illusion oder Wirklichkeit?! Pessl verwischt die Grenzen mit diesem Roman. Grandios, düster, mächtig und fordernd.

Hannah

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